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Tipps, um Eheprobleme zu vermeiden

Hauptursachen für Probleme in der Ehe sind zum einen mangelnde Kommunikation, zum anderen mangelnde Aufmerksamkeit von Seiten eines oder sogar beider Partner.
Was also tun, wenn einer der Partner sich vernachlässigt fühlt, wenn das Miteinander im gemeinsamen Leben zu kurz kommt, und beide eher nebeneinander her zu leben scheinen? Ein solcher Zustand ist Gift für eine jede Beziehung. Die Partner orientieren sich voneinander weg, verlieren ihre gemeinsame Kommunikationsbasis und am Ende sogar das Interesse aneinander.
Was also tun, um das Interesse des anderen zu erhalten?
Kleine Aufmerksamkeiten und Besonderheiten können den Alltag verzaubern. Ein schön gedeckter Tisch, ein Blumenstrauss, eine spontane Einladung zum Essen oder zu einem Picknick am Waldrand sind Dinge, die die Partnerschaft beleben.
Andererseits benötigt jeder Partner in langjährigen Ehen einen Freiraum. Hier ist es wichtig, Absprachen zu treffen und einzuhalten. Treten Misstrauen und Eifersucht auf, wenn der Partner Zeit für sich selbst beansprucht, ist dies meist ein Symptom für mangelndes Vertrauen und Angst vor Kontrollverlust. Hier liegt in den meisten Partnerschaften grosses Konfliktpotential. Der eine Partner klammert, der andere fühlt sich eingeengt. Protest und Durchsetzung der eigenen Freiheitsansprüche verstärkt und bestätigt die Verlustängste des anderen, was in erdrückender Eifersucht enden kann.
Wichtig ist in solchen Situationen, sich zu vergegenwärtigen, dass auch Ehepartner eigenständige Individuen sind, die Zeit und Raum für sich selbst benötigen. Es wäre zu viel erwartet, wenn sich Interessen und Ansprüche beider Partner zu 100% decken könnten. Das positive Erleben solcher Freiräume ist wichtig für beide , und eine gute Gelegenheit, um neuen Input in die Beziehung zu bringen.

Zum Thema Kommunikation ist es wichtig, sich eine konfliktentschärfende Haltung anzueignen. Wenn sich Paare erst einmal in den Teufelskreis aus Vorwürfen und Verständniproblemen begeben haben, ist es umso schwerer, dort wieder herauszufinden – nicht selten bedeutet es das Ende einer Ehe, wenn beide Partner bereits nur noch negative Reaktionen beim anderen erwarten und dementsprechend versuchen, die eigene Position zu verteidigen.
Dabei wird oft vergessen, dass Konflikte , vor allem da Streiten können, nunmal zu zwischenmenschlichen Beziehungen gehören. Wichtiger als der Streit ist die beidseitige Versöhnungsbereitschaft, und Fähigkeit, die Probleme zu analysieren. Geht diese verloren, kann ein Gang zum Therapeuthen helfen.


Dennoch, wie man es auch dreht und wendet, der grösste Beziehungskiller ist aufkeimende Langeweile und abnehmendes Interesse aneinander, vor allem dann, wenn einer der Partner- oder beide – im sicheren Ehehafen angekommen, anfängt sich gehenzulassen. Wie uneriotisch sind die schlabbernden Trainingshosen, die er abend für abend vor dem Fernseher trägt, und wie unaufregend die ewig gleichen Abläufe, die sich Tag für Tag und Woche für Woche wiederholen. Die Liste an Liebestötern ist lang und reicht von schlechten tischmanieren, unfrisierten Haaren, bis zu umherliegenden Socken. So etwas sollte man nicht einreissen lassen. Man muss nur gelegentlich versuchen, sich selbst mit den Augen des Partners zu sehen – und sich dementsprechend zumindest ein bisschen Mühe geben.
Gegen Bequemlichkeit ist nichts einzuwenden, nur sollte der Partner niemals zu einer Selbstverständlichkeit oder gar einem Besitz degradiert werden, dessen man sich so sicher ist, dass man sich nicht mehr um ihn bemühen müsste. In jeder Ehe können kleine Dinge wie ein verführerisches Outfit, eine schön hergerichtete Wohnung, eine kleine Aufmerksamkeit, neuen Auftrieb geben, und dem Partner signalisieren : “du bist mir wichtig”.

 
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