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Was tun bei Eheproblemen?

In jeder Partnerschaft, so harmonisch sie begonnen haben mag, tauchen einmal Probleme auf. Wenn beide Partner sich dessen bewusst sind, müssen solche Konflikte nicht das Ende der Beziehung bedeuten. Dennoch zerbrechen manche Partnerschaften daran, andere aber überstehen diese Phasen.
Was ist also das Geheimnis langjähriger Ehen, das sie von denen unterscheidet, die auseinanderbrechen?
Zunächst einmal gilt es, die Probleme überhaupt zu orten. Handelt es sich um die typischen Alltagsprobleme, die jede Partnerschaft einmal einholen, oder gibt es handfeste Schwierigkeiten, auch von aussen beeinträchtigt, wie Untreue, Geldprobleme, Vertrauensbrüche.

Eingrenzung der Konfliktursachen ist also der erste Schritt – gefolgt von dem Eingeständnis, dass jeder der Partner ein Stück dazu beiträgt.
In den meisten Ehekonflikten kristallisiert sich hingegen recht schnell eine „Opfer“- und eine „Täter“-Rolle heraus, was zu sich immer wieder wiederholenden Abläufen führt. Der lapidare Satz „zu einem Streit gehören immer zwei“ ist dagegen der, der bei den meisten Paarkonflikten zutrifft. Nur durch Erkenntnis und Einsicht, dass beide Partner zu einem Streit beitragen, wird überhaupt eine Versöhnung möglich – ansonsten bleibt es nur bei gegenseitigen Vorwürfen.
Wie man sieht, ist Konfliktfähigkeit in einer Paarbeziehung der Schlüssel zur Klärung von Problemen.

In den meisten Paaren gibt es eine Phase, in der es vermehrt zu Konflikten kommt, oft nach mehreren gemeinsamen Jahren, gelegentlich aber schon nach wenigen Monaten. Wer diese Phase , oder auch Phasen, übersteht, hat gute Chancen auf langjähriges Gelingen der Ehe. Unbedingt wichtig ist, dass beide Partner das Gespräch suchen – und dass sie auch noch miteinander Reden können. Oft sind die Problematiken bereits so verzwickt, dass der eine Partner sowieso die Reaktion des anderen vorwegnimmt , oder sich ungerechtfertigt kritisiert fühlt – so kommt man zu keiner Lösung.
In solchen Fällen ist das Hinzuziehen eines Dritten, z.B. eines gemeinsamen Freundes, oder besser eines Paartherapeuthen, keine schlechte Idee. Ein Freund ist oft parteiisch, was den Konflikt sogar noch verstärken kann. Typischer Fall: die Freundin der Frau, die am Mann kein gutes Haar lässt. Dies ist natürlich nicht zielführend, weil nicht Einsicht und Konfliktlösung im Vordergrund stehen, sondern es darum geht, Recht zu haben.
Ein Eheproblem können beide Partner nur gemeinsam lösen. Wenn sie Hilfe benötigen, sollte diese durch einen neutralen und vor allen Dingen unparteiischen Dritten geschehen. Eheberater sind geschult darin, Probleme zur Sprache zu bringen und beide Partner zu einem Gespräch zu führen, eine Chance für so manches Paar, aus dem Teufelskreis an Vorwürfen und Missverständnissen hinauszufinden.

Bedingung ist aber die Bereitschaft von Seiten beider Partner. Nur wenn beide Partner aktiv an ihrer Ehe arbeiten und Probleme beseitigen wollen, wenn also die Konfliktlösung nicht nur einseitig geschieht, können diese typischen Schwierigkeiten, vor denen jede Partnerschaft einmal steht, überwunden werden. 
Eheberatungsstellen gibt es in Deutschland in jeder grösseren Stadt. Diese werden von speziell geschulten Psychologen betreut, die als neutrale Dritte Gespräche zwischen den Ehepartnern vorbereiten und moderieren können. Ziel ist es, den immer gleichen Gesprächsverlauf, der zumeist in gegenseitigen Vorwürfen, nicht selten verletzenden worten endet, zu vermeiden und in eine positive und zielführende Gesprächsführung umzuleiten.
Vor diesem Problem, dem Kommunikationsproblem, sprich, nicht mehr miteinander reden zu können, stehen die meisten Paare in solchen Krisenzeiten. Der Gang zum Eheberater kann daher ein guter Schritt sein, da er dieses zugrundelegene Problem angeht, das sehr oft zwischen dem Paar und dessen gemeinsamer Zukunft steht.


 
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