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richtige Kommunikation

Die Träume vom Lebensglück haben sich aber wenig verändert: fast alle möchten in einer glücklichen Ehebeziehung leben. Obwohl es die Schutzimpfung gegen Scheidung nicht gibt, kann man die Ehe pflegen. Der Schwerpunkt soll auf Vorbeugung gelegt werden. Prävention ist eine Form von Verantwortung für die Ehebeziehung.

Es gibt Ehepaare, die ein dauerhaft glückliches und harmonisches Leben miteinander führen. Was ist ihr Erfolgsrezept? Der Ehealltag braucht Fähigkeiten zur Kommunikation und zum Streitverhalten, damit die Liebe bleibt. Um das Geheimnis glücklicher Ehen zu lüften, muss man die Paare finden, die miteinander reden können. Kommunikation ist aber problematisch für die meisten Ehepaare. Es gibt kaum einen anderen, den man so beschimpft oder kritisiert wie ihren/seine PartnerIn. Ohne Bösartigkeiten miteinander zu reden ist man oftmals nicht gewöhnt.

Konflikte in der Ehe sollen zwischen den Partnern ausgetragen werden, aber die Opponenten dürfen einander im Streit nicht verletzen. Wer aufs Eheglück Wert legt, soll es üben, gefühlvoll miteinander zu reden. Probleme tauchen in jeder Ehe auf, es ist aber wichtig, den Prozentsatz der Streitigkeiten innerhalb der Kommunikation zu minimieren oder gänzlich zu vermeiden. Man soll viel weniger schimpfen, viel mehr loben!

Das Eheglück kann wie ein Konto der Emotionen betrachtet werden: Einzahlungen auf das Konto bedeuten die liebevollen Worte und Komplimente, Abbuchungen entstehen aus Verstimmungen und Streitereien. Auf diesem „Beziehungskonto“ werden Streitigkeiten mindestens doppelt gebucht: eine verletzende Bemerkung annulliert unzählige nette Gesten. Um eine harmonische Beziehung aufrecht zu erhalten, sollen Meinungsverschiedenheiten fair ausgetragen und zu beider Zufriedenheit gelöst werden.

Internationale Forschungen haben die folgenden Regeln der effektiven Kommunikation festgestellt:
1. Ich-Botschaften drücken die Betroffenheit besser aus als Du-Botschaften: statt "Du bist so spät", besser "Ich habe auf dich gewartet".
2. Konkrete Verhalten nennen, Verallgemeinerungen verhindern: statt "Du warst schon wieder so spät", besser "Gestern habe ich eine halbe Stunde auf dich gewartet".
3. Beim Thema bleiben. Wenn schon ein Thema angesprochen ist, leiten uns oft die Gefühle zu weiteren schlechten Erinnerungen. Dann kommen Anschuldigungen, die den anderen verletzen.
4. Die Partner sollen dem anderen zuhören und das Zuhören auch deutlich zeigen. Gesten des Zuhörens helfen dem anderen, das Gespräch fortzusetzen. Die kleinen Signale, das "Hm, Hm!" oder das Kopfnicken zeigen dem anderen "Ich höre zu".
5. Das Zusammenfassen des Gehörten verhindert die vielen Missverständnisse, die zwischen Paaren oft vorkommen. Wenn wir unserem Partner sagen, was wir von ihm verstanden haben, vermeiden wir spätere Probleme.
6. Wichtig ist auch der Ton des Gespräches. Die Frage der Ehefrau "Warum bist du zu spät gekommen?", bietet theoretisch die Gelegenheit, die Situation des Zuspätkommens zu erklären. Hat die Frage jedoch einen bösen Ton, kann sie folgendes bedeuten: "Du bist so blöd, du kannst nie rechtzeitig kommen!

 
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